Arbeit & Soziales

Im Bereich Arbeit & Soziales bietet INTAMT Seminare und Fortbildungen zu den folgenden Themen an:

Arbeitsverhältnisse
  • Rechtliche Grundlagen für Arbeitsverhältnisse
  • Organisation und Infrastruktur des Systems der öffentlichen Arbeitsvermittlung
  • Arbeitsverhältnisse zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern
  • Personalverwaltung
  • Arbeits- und Gesundheitsschutz
  • Arbeitsvermittlung für Arbeitslose
Sozialer Schutz der Bevölkerung
  • Rechtliche Grundlagen für den sozialen Schutz der Bevölkerung
  • Organisation und Formen sozialen Schutzes der Bevölkerung
  • Rechtlicher und sozialer Schutz von Minderjährigen
  • Staatliche Unterstützung von sozial bedürftigen Familien und Jugendlichen
  • Sozialer Schutz bei Arbeitslosigkeit
  • Grundsicherung im Alter
Soziale Eingliederung von Menschen mit Behinderung
  • Organisation sozialen Schutzes für Menschen mit Behinderung und rechtliche Grundlagen
  • Soziale Eingliederung von Menschen mit Behinderung
  • Inklusive Erziehung und Bildung von Kindern mit Behinderung
  • Berufliche Eingliederung von Menschen mit Behinderungen
  • Arbeitsvermittlung von Menschen mit Behinderungen
  • Technische Rehabilitationsmittel für Menschen mit Behinderungen
  • Organisation der Selbsthilfe von Menschen mit Behinderungen

Projekte

Integrierte medizinische und berufliche Rehabilitation von Menschen mit Behinderung

Seit 2006 veranstaltet INTAMT-Akademie jährliche Maßnahmen (Studienreisen, Seminare und internationale Konferenzen) zwecks Erfahrungsaustauschs im Bereich integrierter Rehabilitation von Menschen mit Behinderung. Die Maßnahmen umfassen folgende Themen:

  • Organisation des Systems integrierter medizinischer und beruflicher Rehabilitation von Menschen mit Behinderung
  • Innovative Technologien und Arbeitsabläufe beim Aufbau einer barrierefreien Umgebung unter Berücksichtigung der Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung
  • Innovative Ansätze bei der inklusiven Erziehung und Bildung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung
  • Berufliche Bildung und Arbeitsvermittlung von Menschen mit Behinderung
  • Öffentlich-private Partnerschaft im sozialen Bereich, Entwicklung des sozialen Unternehmertums
  • Innovationen im Bereich der medizinischen Rehabilitation von Menschen mit Behinderung
  • Moderne technische Rehabilitationsmittel bzw. Hilfsmittel und System der Hilfsmittelversorgung
  • Organisation und Finanzierungsquellen in der Langzeitpflege
  • Selbsthilfeorganisationen von Menschen mit Behinderung

Im Laufe der Veranstaltungen werden den Teilnehmern aufschlussreiche Vorträge von europäischen Experten angeboten. Außerdem besuchen sie öffentliche und kommunale Sozialverwaltungsstellen, Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen, Sanitätshäuser und innovative Unternehmen, die medizinische Geräte und Hilfsmittel herstellen sowie Selbsthilfeorganisationen. Darüber hinaus können sie die REHACARE INTERNATIONAL, die weltgrößte Fachmesse für Rehabilitation und Pflege für Menschen mit Behinderung und Pflegebedarf, die jährlich in Düsseldorf stattfindet, besuchen.

Im Rahmen des Projektes haben mehr als 1000 Menschen an unseren Seminaren und Studienreisen sowie an vier internationalen Konferenzen teilgenommen

Russisch-Deutsches Projekt „Gemeinsam zu einer inklusiven Gesellschaft“

Sozialer Schutz und soziale Eingliederung von Menschen mit Behinderung und Pflegebedarf stehen im Vordergrund der russisch-deutschen Zusammenarbeit im humanitären Bereich. Auch INTAMT-Akademie leistet dabei einen wesentlichen Beitrag, indem 2010 ein russisch-deutsches Projekt „Gemeinsam zu einer inklusiven Gesellschaft“ gestartet wurde.

Im Rahmen des Projektes reisen deutsche und russische junge Menschen mit Behinderung sowie Studierende der Sozialen Arbeit und Bildung zum Erfahrungsaustausch jeweils nach Moskau und Düsseldorf. Sie besuchen Einrichtungen, die Jugendliche mit Behinderung auf vielfältige Weise unterstützen (u.a. betreutes Wohnen, Schulen, Universitäten, Ausbildungsstätten bzw. Berufsbildungswerke, Arbeitsagenturen sowie Selbsthilfeorganisationen). Hierbei erhalten sie Einblicke in den Alltag von Menschen mit Behinderung sowie Möglichkeiten zur Ausbildung, beruflichen Eingliederung und Arbeitsvermittlung in Russland und Deutschland.

Besonderes Interesse wecken auch Stadtbesichtigungen und gemeinsame Spaziergänge, indem die Teilnehmer nicht nur städtische Infrastrukturanforderungen in Bezug auf die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung einzuschätzen lernen sondern auch zahlreiche Sehenswürdigkeiten in Düsseldorf und Moskau genießen können.

Zu den Höhepunkten des Erfahrungsaustausches gehören zahlreiche Podiumsdiskussionen, Rundtische und Fachkonferenzen, an denen junge Menschen aktuelle Themen im Bereich Aufbau einer inklusiven Gesellschaft besprechen: u.a. Toleranz, barrierefreie Umwelt, Mobilität, inklusive Bildung, berufliche Bildung, Arbeitsvermittlung, Alltag, Privatleben und Teilhabe an der Gesellschaft. Dabei ist es besonders wichtig, dass an diesen Veranstaltungen russische und deutsche Experte teilnehmen, die mit Menschen mit Behinderung arbeiten, u.a. Leiter der kommunalen Verwaltungsstellen, Parlamentarier und NGO-Vertreter. Insbesondere jungen Menschen mit Behinderung nehmen die Möglichkeit wahr, Anregungen und Wünsche zu kommunizieren.

2010-2015 veranstaltete INTAMT-Akademie sieben Besuche einer russischen Delegationen nach Düsseldorf und einer deutschen Delegationen nach Moskau. Die Besuche fanden mit organisatorischer und finanzieller Unterstützung der russischen interregionalen Behindertenorganisation „Piligrim“ (deutsch: Pilger), der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch und vom Department für sozialen Schutz Region Moskau, statt.

Infolge des Jugendforums sind einige gemeinsame Projekte im Bereich Bildung und Tourismus entstanden, es hat auch zur besseren Vernetzung und Verständigung zwischen deutschen und russischen Jugendlichen beigetragen.

Funktion und Rolle von Selbsthilfeorganisationen bei der Inklusion von Menschen mit Behinderung in die Gesellschaft

Im Rahmen des vom Auswärtigen Amt finanzierten Projektes „Ausbau der Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft in den Ländern der Östlichen Partnerschaft“ hat die Internationale Akademie für Management und Technologie INTAMT e.V. als einer der Ausschreibungsgewinner vom 12. bis 17. Oktober 2015 in Düsseldorf ein Treffen für Führungskräfte und Vertreter von Selbsthilfeorganisationen behinderter Menschen aus Belarus, Deutschland, Russland und der Ukraine zum Thema “Funktion und Rolle von Selbsthilfeorganisationen bei der Inklusion von Menschen mit Behinderung in die Gesellschaft” veranstaltet.

Im Laufe der durchgeführten Veranstaltungen konnten die Teilnehmer Einblick in folgende Bereiche gewinnen:  

  • Sozialpolitik: System des Sozialschutzes und Gestaltung der Inklusion von Menschen mit Behinderung in die Gesellschaft in Deutschland;
  • Entwicklung und Umsetzung des Aktionsplans „Eine Gesellschaft für alle – NRW inklusiv“ in Übereinstimmung mit der UN-Behindertenrechtskonvention; 
  • Gestaltung von Barrierefreiheit in der Stadt und Sicherung der Mobilität von Menschen mit Behinderungen in Düsseldorf sowie Erfahrungen bei der Zusammenarbeit von Selbsthilfeorganisationen behinderter Menschen mit der Gemeindeverwaltung;
  • Der Bundesaktionsplan zur Entwicklung von Selbsthilfeorganisationen behinderter Menschen und Freiwilligenarbeit;
  • Der Landesaktionsplan zur Entwicklung inklusiver Bildung, Berufsbildung und Arbeitsbeschäftigung in NRW;
  • Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderungen im Rahmen des Modells „betreutes Wohnen“;
  • Arbeitspraxis beruflicher Selbsthilfeorganisationen behinderter Menschen;
  • Die auf der Fachmesse „REHACARE INTERNATIONAL 2015” vorgestellten Neuheiten und Weiterentwicklungen rund um Rehabilitation und Pflege.

Im Laufe der Podiumsdiskussionen haben sich die Teilnehmer über die Arbeitsweise von Selbsthilfeorganisationen in Belarus, Deutschland, Russland und der Ukraine ausgetauscht sowie Schwerpunkte der Zusammenarbeit im Bereich inklusive Bildung, Verbesserung der Arbeitsbeschäftigung von Menschen mit Behinderung und Erweiterung ihrer Teilhabe am Leben der Gesellschaft besprochen.

Das Projekttreffen fand in konstruktiver Atmosphäre statt und spielte eine wichtige Rolle beim Ausbau von Kooperationen zwischen den Vertretern der Zivilgesellschaft von Belarus, Deutschland, Russland und der Ukraine.

Die Erhebung von Best Practices im Bereich der Arbeitsmarktintegration von Menschen mit Behinderungen (DISEMEX -Disability Employment Expert)

Die Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen ist ein wichtigster Faktor ihrer gesellschaftlichen Teilhabe. Zusammen mit einem Konsortium von neun Partnern aus unterschiedlichen Staaten Europas hat sich INTAMT in der ERASMUS+ Förderrunde 2018 erfolgreich um die Durchführung des Projekts DISEMEX (Disability Employment Expert) beworben. Ziel des Projekts ist die Erhebung und Analyse von Best Practices im Bereich der Arbeitsmarktintegration behinderter Menschen in Europa.

Partnereinrichtungen:

  • Bulgarien Development Agency (Bulgarien)
  • Centro Internazionale Per La Dell’educatione e Lo Sviluppo Associazione (CEIPES) (Italien)
  • 36, 6 Competence Centre (Polen)
  • OZARA storitveno in invalidsko podjetje d.o.o (Slowenien)
  • Izmir Covernorship- EU and Foreign Relations Bureau und Engelsiz Toplum Olusturma Dernegi (ETOD) (Türkei)
  • 36,6 Competence Centre (Schottland).

Die Projektlaufzeit: vom 01.09.2018 bis 29.02.2020.

Förderung der sozialen Rehabilitation von Rollstuhlfahrern in der Region Gomel (Republik Belarus)

IBB wurde im Auftrag der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit mit der Durchführung des Förderprogramms Belarus betraut. INTAMT setzte im Rahmen dieses Programms “Belarus 2016-2019” gemeinsam mit der NGO der Region Gomel (Belarus) für Querschnittgelähmte GOOO „Invalidy-Spinalniki“ ein Projekt „Organisation innovativer und zeitnaher Leistungserbringung für die soziale Rehabilitation von Rollstuhlfahrern in der Region Gomel“ um. Die Durchführung des Projektes erfolgte 2017-2018.

Folgende Maßnahmen wurden erfolgreich umgesetzt:

  • eine Schulung für medizinisches Hilfs- und Pflegepersonal des Regionalklinikums „Kriegsbeschädigte des vaterländischen Kriegs“, Gomel (Belarus);
  • eine durch INTAMT-Akademie organisierte Studienreise nach Deutschland für Fachkräfte aus Belarus (Vertreter der NGO „Invalidy-Spinalniki“, Vertreter des Gesundheitsdezernats der regionalen Verwaltung Gomel, des Ausschusses für Arbeit, Beschäftigung und Sozialschutz der regionalen Verwaltung Gomel, Mitarbeiter der örtlichen Stellen für sozialen Schutz der Bevölkerung in der Stadt Dobrush und Siedlung Loyev, Mediziner des regionalen Klinikums Gomel). Im Laufe der Studienreise lernten die Fachkräfte den Aufbau und die Organisation des Rehabilitationssystems in Deutschland, einschl. medizinischer Maßnahmen, Leistungen zur Unterstützung, Beratungsangebote und Leistungen zur beruflichen und sozialen Teilhabeförderung kennen;
  • 14 Konferenzen, Arbeitstreffen, Seminare und Trainings im Bereich der medizinischen und sozialen Rehabilitation von Querschnittgelähmten in der Region Gomel. An den Veranstaltungen nahmen mehr als 450 Fach- und Führungskräfte der Verwaltung auf kommunaler und regionaler Ebene, Gesundheits- und Bildungseinrichtungen sowie Menschen mit Behinderungen, Studierende und ehrenamtliche Helfer teil.

Durch das Projekt wurde eine Stärkung des Zusammenspiels zwischen öffentlichen Einrichtungen und NGOs von Menschen mit Behinderungen in der Region Gomel erzielt sowie zur Verbesserung des systemischen Ansatzes im Bereich der gesellschaftlichen Teilhabe beigetragen, was zur Erhöhung der Lebensqualität von Menschen mit Rückenmarksverletzungen führt.

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